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Kurzer historischer Exkurs
Erschienen sind die Marken zwischen dem 24.6. und 2.7. 1948 in der damaligen SBZ, gültig waren sie bis zum 10. Juli. Wie kam es nun zu der Ausgabe? Zur Klärung muss
man die Geschichte bemühen und wissen, dass Deutschland nach dem 2. Weltkrieg in vier Besatzungszonen aufgegliedert wurde. Politische Spannungen zwischen den Alliierten führten bald dazu, dass man von Westzonen
und Ostzone sprach.
Die Westzonen befanden sich unter amerikanischer, britischer und französischer, die Ostzone unter sowjetischer Administration. Groß-Berlin, inmitten der SBZ liegend,
wurde entsprechend verwaltet. Der uns hier hauptsächlich interessierende Aspekt der politischen Entwicklung war die am 20. Juni 1948 durchgeführte Währungsreform in den Westzonen.
Die Folge war, dass die dort im Verhältnis von 10:1 abgewertete Mark in den Osten wanderte, was die wirtschaftliche Situation in der SBZ nachhaltig schädigen konnte.
Somit war die sowjetische Besatzungsmacht gezwungen, ebenfalls eine Währungsreform für ihren Bereich zu beschließen. Dies bedeutete für den Postverkehr, dass die Briefmarken sich deutlich von den in den
Westzonen gültigen unterscheiden mussten.
Da jedoch die Währungsveränderungen in den Westzonen für die Sowjets überraschend kamen, war die Zeit für die Herstellung eigener Marken für die gesamt SBZ bis
zum 24.6. zu kurz, so dass ein Provisorium beschlossen wurde. Und damit sind wir an der Geburtsstunde der Handstempelmarken angelangt.
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