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Preise und Prüfungen

Das Thema “Preise” wird im Zusammenhang mit Bezirksstempeln häufig gebraucht und negativ besetzt. “Alles viel zu teuer” hört man häufig.

Es stimmt, daß man für die Marken sehr viel Geld ausgeben kann, aber nicht muß! Je nach Sammelentscheidung sind sie Kosten für eine hochinteressante und sogar ausstellungsreife Sammlung nicht höher als für eine Bund-Postfrischsammlung. Viel hängt vom Geschick ab, wie und wo man Marken erhält. Eine Vielzahl von Werten/Aufdrucken gibt es ohne Gruppenzuschlag, so daß nur der reine Markenwert zu bezahlen ist. Allerdings sind oft 70% bis 80% der Katalogpreise zu bezahlen, manchmal auch über 100%; Sammlungen sind billiger (60%). Diese Prozentangaben sind allerdings nur Anhaltspunkte und keinesfalls durchgängig gültig. Man muß auch mal handeln.

Ich hatte mal eine Sammlung begonnen, die nur Marken für weniger als 3 DM/Stück enthielt. Da kam eine ganze Menge zusammen! Gerne habe ich mir diese vielfältige Sammlung wiederholt angeschaut.

Um es noch einmal deutlich zu sagen:: Vollständigkeit ist nicht das Ziel, das anzustreben ist.

 

Die Preise:

Zunächst einmal gilt der Katalogpreis für die “normale” Aufdruckmarke. Dazu kommt noch der Gruppenzuschlag, der nach Seltenheitswert festgelegt wurde, aber auch einer gelegentlichen Änderung unterzogen wird. Die Zuschläge sind den unter Literatur aufgeführten Handbüchern und dem MICHEL-Deutschland-Spezial-Katalog zu entnehmen.

Der höchste Zuschlag beträgt momentan 6000 MM  z.B. für den Aufdruck “37 Zachun”.

 

Prüfungen:

Ein sehr heikles Thema: In vielen Sammlungen schlummern Marken, die nicht geprüft sind. Die Möglichkeit, daß diese falsch sind, ist nicht gering, da schon ab 1948 Aufdrucke nachträglich und somit illegal auf die billigen Arbeiter- und andere Marken angebracht wurden. Diese Marken sind falsch / verfälscht, auch wenn der Originalstempel der Post verwendet wurde! Für Prüfer deutlich erkennbar an der Stempelfarbe und anderen Dingen.

Deshalb ein wichtiger Rat: Bezirkshandstempelmarken sollte man nur aktuell geprüft kaufen; teuere nur mit Fotoattest! Die aktuelle Prüflise ist in den Katalogen angedruckt. Alle aktuellen Prüfzeichen haben als Zusatz nach dem Prüfernamen das “BPP”.

In Sammlungen und auf dem Markt gibt es häufig noch Marken mit Altprüfzeichen (ohne “BPP”). Es ist nicht gesagt, daß diese Marken heute nicht mehr anerkannt werden; sie sollten aber nachgeprüft werden.

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